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📜 Die Chroniken des Ordo Obscura - Die Ära der Titanen

  • Autorenbild: Protten Welten
    Protten Welten
  • 8. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Dez. 2025



Als Götter die Erde betraten und der Himmel brannte


Einleitung: Eine Reise nach dem Anbeginn der Zeit

Willkommen zurück in der Welt von Ordo Obscura. Schön, dass du wieder da bist, um mit mir tiefer hinter den Schleier zu blicken.

Im letzten Beitrag haben wir die „Ära des Gleichgewichts“ erkundet – jene Zeit, in der die Grundsteine des Universums gelegt wurden. Wir haben gesehen, wie aus dem reinen Licht der Schatten als notwendiger Gegensatz erschaffen wurde und wie drei Welten entstanden: die materielle Erde, das magische Elythria und das leere Spiegelreich Nocturna. Und wir haben die tragische Figur Luzifers kennengelernt, des strahlenden Engels, der als Hüter der Dunkelheit heimlich von Neid und Hass zerfressen wurde und im Himmel auf seine Stunde wartete.

Nun setzen wir unsere Reise fort und betreten die nächste Epoche, die „Ära der Titanen“. In diesem Beitrag beantworte ich die entscheidenden Fragen dieser Zeit: Wer betrat als Erstes die Erde? Warum wurde sie zum Schlachtfeld? Und was geschah mit Luzifer, als der Himmel in Flammen aufging?


1. Das Paradies wird besiedelt: Die ersten Wesen auf Erden

Unsere erste Frage führt uns direkt in das Herz dieser neuen Epoche: Wer waren die ersten, die den Schleier durchschritten und die junge Erde betraten?

Die Antwort findet sich in Elythria, der Anderswelt. Die dort lebenden unsterblichen Wesen wurden auf die Erde aufmerksam, denn sie bot etwas, das ihre eigene, zeitlose Heimat nicht kannte: den Wandel. Fasziniert von diesem Kreislauf aus Gedeihen und Vergehen – einem Konzept, das in ihrer eigenen Heimat, in der nichts alterte und nichts starb, völlig fremd war – öffneten sie die Tore im Schleier und begannen, die Erde zu besiedeln. Zuerst kamen sie vereinzelt, doch bald folgten ganze Völker.


Die „Chronik des Ordo Obscura“ nennt einige dieser ersten Siedler:

  • Die Tuatha Dé Danann

  • Die Fomori

  • Die Wakanak

  • Die Netjeru

  • Die Longshen

  • Die Asen

  • Die Olympier

Namen, die ihr heute nur noch aus Mythen kennt, doch ich versichere euch, sie waren einst so real wie der Boden unter euren Füßen. Diese unsterblichen Wesenheiten von gewaltiger Macht teilten das Land unter sich auf und errichteten auf der Erde ihre eigenen Reiche.


2. Der Sündenfall im Paradies: Wie Zwietracht gesät wurde

Doch wie ihr wisst, währt kein Paradies ewig. Und so müssen wir uns der tragischen Frage stellen: Wie konnte dieser Garten der Götter zu einem Schlachtfeld der Mächte verkommen? Und wer verführte sie zum Fall?


Die Antwort liegt in einer einfachen Wahrheit: Obwohl diese Völker unsterblich und mächtig waren, waren sie nicht frei von Makeln. Sie brachten Eigenschaften wie Neid, Stolz und Ehrgeiz mit auf die Erde – Risse in der Vollkommenheit gottgleicher Wesen.

Dies war die Stunde, auf die Luzifer gewartet hatte. Er erkannte seine Chance und begann, Zwietracht zu säen, nicht nur im Himmel, sondern auch unter den Völkern der Erde. Die Chronik berichtet, dass er „ganze Linien seiner Fäulnis verfallen“ ließ, ihre Gestalt veränderte und sie zu Werkzeugen des Bösen machte.

Während die Finsternis auf der Erde um sich griff, veränderte sich auch die Spiegelebene Nocturna. Die einst leere Welt begann sich zu füllen, nicht mit Leben, sondern mit Unleben. Jede böse Tat, die auf Erden begangen wurde, hallte dort wider und formte etwas Neues: Geister aus Schmerz, Kreaturen aus Schuld, Schatten aus Angst. Nocturna wurde zum Echo der Dunkelheit der Welt, ein Zerrbild, geformt aus den Abfällen böser Seelen.


3. Der erste große Krieg: Erde und Himmel in Flammen

Die Saat des Hasses ging auf und führt uns unweigerlich zur nächsten Frage: Wie entbrannte der erste Krieg zwischen Licht und Dunkelheit?

Der Konflikt brach an zwei Fronten gleichzeitig aus – auf der Erde und im Himmel.

  • Der Krieg auf der Erde: So entbrannte der erste Krieg auf Erden – ein Konflikt von einer Gewalt, die den jungen Planeten in seinen Grundfesten erschütterte und dessen Himmel mit dem Feuer unsterblicher Wut befleckte. Zum ersten Mal standen sich Gut und Böse in offener Feldschlacht gegenüber. Am Ende siegten die Völker des Lichts. Sie tilgten die Verdorbenen und ihre Reiche vollständig von der Erde.

  • Der Krieg im Himmel: Zur selben Zeit offenbarte sich Luzifers Verrat auch im Himmel. Er sammelte die Engel, die ihm gefolgt waren, und erhob sich gegen die Heerscharen Gottes. Ein Krieg tobte, in dem Engel gegen Engel und Licht gegen Schatten kämpften.


4. Der Sturz des Lichtbringers: Luzifers Verbannung

Dies führt uns zur letzten und entscheidenden Frage dieser Ära: Und was geschah mit Luzifer, als der Himmel selbst in Flammen stand?

Doch selbst im Himmel kann die Nacht nicht ewig währen. Luzifers Rebellion zerbrach an der unnachgiebigen Macht des Lichts. Er, der Lichtbringer, wurde gestürzt – und mit ihm all jene, die seiner Verführung gefolgt waren. Sie fielen, bis es kein Unten mehr gab.

Für seinen Verrat gab es kein Zurück. Seine Bestrafung war endgültig: Er und seine Anhänger wurden in eine Dimension verbannt, die eigens für ihren Verrat erschaffen wurde und fortan einen passenden Namen trug: Die Hölle.


Abschluss: Das Erbe der Titanen und der Blick in die Zukunft

Mit Luzifers Verbannung und dem Sieg der Völker des Lichts auf der Erde war das Gleichgewicht vorerst wiederhergestellt. Doch die Welt war nicht mehr dieselbe. Sie trug die tiefen Narben des ersten großen Krieges, ein Mahnmal für die Zerbrechlichkeit des Friedens.

Dies war das Ende der Ära der Titanen, doch es war nur der Anfang eines viel größeren Konflikts. Im nächsten Beitrag betreten wir die „Ära des Blutes“ und werden sehen, wie sich die Welt erneut dramatisch veränderte.


Nach einer langen Zeit des Friedens trat eine neue Spezies auf den Plan: der Mensch. Aus der Verbindung zwischen den Göttervölkern und den Menschen entstanden Hybriden, die Scions. Doch Luzifer war nicht besiegt. Von der Hölle aus fand er einen neuen Weg, die Schöpfung zu vergiften, indem er sich der Sterblichen bediente – was zu einem noch blutigeren Krieg führte.

Bleib gespannt, um im nächsten Beitrag zu erfahren, wie die Ankunft des Menschen alles für immer veränderte.


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